Zahlungsausfälle vermeiden durch strukturiertes Forderungsmanagement
5. Juli 2011Unter Forderungsmanagement versteht man eine in schlechten wie in guten wirtschaftlichen Zeiten unabdingbare Unternehmensfunktion, die unternehmensorganisatorisch dem Rechnungswesen zuzuordnen ist. Diese Zuordnung geschieht mit gutem Grund, denn Unternehmen unterschiedlichster Couleur gewähren auf Lieferungen und Leistungen in der Regel vor Lieferung fest vereinbarte Zahlungsziele bzw. Valutafristen. Für die Liquidität jedes Unternehmens ist es überlebensnotwendig, die gewährten Fristen unter straffer Kontrolle des Forderungsmanagements zu halten und auf diesem Wege durch termingerechte Zahlungseingänge die Forderungsausfälle so gering wie irgend möglich zu halten.
Eine engere Begriffsbestimmung bezeichnet das Eintreiben in Verzug geratener offener Forderungen als Forderungsmanagement. Unter der Bezeichnung Inkassobüro bieten Forderngsspezialisten ihre professionellen Dienste an und entlasten mit ihrer Expertise das hausinterne Rechnungswesen eines Unternehmens bzw. den Handwerksbetrieb oder Freiberufler. Geht es doch um die Einleitung gewichtiger Maßnahmen mit Eintreten des Zahlungsverzugs, die es im Zahlungsmanagement zu gliedern und umzusetzen gilt. So ist der Gläubiger bei Zahlungsverzug berechtigt, den Schuldner zusätzlich zum geschuldeten Betrag mit anteiligen Verzugszinsen auf den Nominalbetrag zu belasten. Der private Schuldner wird mit Verzugszinsen bis zu 5 %, ein gewerblicher Schuldner mit bis zu 8 % zusätzlich zur Kasse gebeten. Weitere, aus dem Zahlungsverzug entstehende Kosten, werden ebenso an den säumigen Zahler berechnet, z. B. alle Kosten, wie sie beim Eintreiben der Außenstände entstehen. Die Aufwendungen für ein zeitnahes Forderungsmanagement sind vor diesem Hintergrund in der Rgel beträchtlich.
Häufig ist das Outsourcing selbst für mehrstufig gegliederte Unternehmen lohnenswert. Die mit dem Forderungsmanagement verbundenen Personalstellen und die damit einher gehenden Kosten lassen sich einsparen. Für Freiberufler und kleine bis mittlere Handwerksbetriebe ist zur Verhinderung von Zahlungsausfällen ein Delegieren der Aufgaben rund ums Forderungsmanagement und damit der Auftrag an ein Inkassobüro der konsequente Schritt hin zum geregelten Zahlungsverkehr.
Für das Inkassobüro gliedert sich die Klintel der säumigen Zahler in zwei Hauptbereiche: gewerblicher und privater Schuldner. Stellvertretend für den Rechnungssteller übernimmt das Inkassobüro im Namen des beauftragenden Unternehmens dessen Forderungsmanagement und somit die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen dem leistungserbringenden Unternehmen und dessen Kunden. In beiden Fällen geht es um die Sichtung, Registrierung und die Organisation der Vorgehensweise. Als institutionelle Autorität tritt das Inkassobüro in seiner Funktion als Mittler mit klarem Auftrag in Erscheinung. Konsequent nimmt es bei eingetretenem Zahlungsverzug der natürlichen Person oder der Firma rechtzeitig und wirkungsvoll die anstehenden Aufgaben wahr, indem es den säumigen Zahler nachdrücklich an die eingegangenen Vertragsverpflichtungen erinnert. Durch den professionellen und selbstverständlich gesetzteskonformen Weg, wie ihn ein hochspezialisiertes Inkassobüro anbietet und beschreitet, werden alle Forderungen gezielt, aber auch konsequent an die Schuldner adressiert. So gestaltet sich das Forderungsmanagement für das beauftragende Unternehmen häufig kostengünstiger und darüber hinaus oft auch erfolgreicher als dies bei Wahrnehmung der Interessen durch eine Abteilung innerhalb des eigenen Unternehmens der Fall wäre.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß eine permanente, fortlaufende Überprüfung aller durch Aufträge und deren Ausführung ausgelösten buchhalterischen Schritte - den Zahlungseingang immer “fest im Visier” - dabei hilft, Risiken abzuschätzen und einzugrenzen. Dazu zählt das rechtzeitige Involvieren eines Inkassobüros mit dem Ziel der Sicherung der Forderungen und der Einleitung eines professionellen Forderungsmanagements.